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Rise of the Platform Economy (1): Wie digitale Plattformen die Welt verändern


Wir leben unbezweifelbar in einem Zeitalter der digitalen (R)Evolution, was das Privatleben und die Geschäftswelt gleichermaßen beeinflusst. Ein Kennzeichen von Industrie 4.0, der neuen industriellen Revolution, ist nicht nur die zunehmende Menge ‚smarter‘ Produkte, sondern auch die durchdringende ‚Informatisierung‘ der (Wirtschafts-) Welt. Der Faktor Information hat sich in ein maßgebliches Handels- und Produktionsgut verwandelt. Das führt dazu, dass sich Märkte strukturell verändern und neue, digitale und plattformbasierte Geschäftsmodelle in vernetzten Ökosystemen ermöglichen.

 

Moderner Klassiker

Facebook, amazon, Airbnb – und noch viele weitere bekannte Beispiele. Um diese neue Wirtschaftswelt zu verstehen, muss man sich zunächst vor Augen führen, was die Plattform-Ökonomie (im Allgemeinen) und digitale Plattformen (im Speziellen) eigentlich ausmacht. Plattformen sind für sich genommen nämlich keine neue Erscheinung, sondern beinahe so alt wie die Menschheit selbst: Ein Organisator bzw. ein Plattform-Betreiber bringt an einem Ort Anbieter und Nachfrager von Dienstleistungen oder Produkten für deren Austausch zusammen und profitiert selbst davon. Ein Modell, das – Stichwort Basar in orientalischen Kulturen – schon seit Jahrhunderten funktioniert.

 

What’s new? Das Internet als Marktplatz

Dank des Internets als Handelsplatz und einer vernetzten, globalisierten Gesellschaft sind plattformbasierte, digitale Geschäftsmodelle heute attraktiver denn je. Die Europäische Kommission charakterisiert sie folgendermaßen:

“Online platform” refers to an undertaking operating in two (or multi)-sided markets, which uses the Internet to enable interactions between two or more distinct but interdependent groups of users so as to generate value for at least one of the groups

Digitale Plattformen sind also vor allem deshalb erfolgreich, weil sie den Austausch und die Interaktion vereinfachen – ganz besonders aber weil sie, dank des Internets als Trägermedium, Transaktionskosten senken und / oder externe Innovationen ermöglichen. Wie das geht, zeigt beispielsweise das folgende Video:

 

 

Status quo

Das Prinzip der digitalen Plattformen klingt einleuchtend und sollte daher eigentlich bei jedem an Digitalisierung interessierten Unternehmen auf dem Schirm sein. Als Geschäftsmodell bieten Plattformen strategische Möglichkeiten, sich nachhaltig und zukunftsorientiert mit dem digitalen Wandel auseinanderzusetzen. Das Potential ist ohne Frage da: Die Marktkapitalisierung der großen vier Plattformen Google, Apple, Facebook und Amazon beispielsweise beträgt 1,5 Billionen Euro – und liegt damit bei fast der Hälfte des deutschen Bruttoinlandsprodukts.

 

In Deutschland ist hier noch deutlich „Luft nach oben“. So wissen laut Bitkom-Umfrage schon alleine satte 60 Prozent der Führungsriege von Unternehmen ab 20 Mitarbeitern nichts mit den Begriffen ‚digitale Plattformen‘ und ‚Plattform-Ökonomie‘ anzufangen. Bei einer repräsentativen Umfrage unter 507 Unternehmen aller Branchen eine durchaus alarmierende Zahl. Damit auch hierzulande digitale Plattformen als ganzheitliches Geschäftsmodell genutzt werden, bedarf es also noch einer gezielten Aufklärung.

 

In Teil 2 dieser Blogserie geben wir Auskunft darüber, warum in der Plattform-Ökonomie ein gutes Produkt alleine oft nicht mehr ausreicht – und warum Nutzen das neue Besitzen ist.

E-book: Rise of the platform economy

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